KTV Koblenz in der 1. Bundesliga 2026: Alle Infos zur Premierensaison
Die Premierensaison im Oberhaus der Deutschen Turnliga steht an – und auf die KTV wartet womöglich das größte Abenteuer der Vereinsgeschichte. Hier findet ihr alles, was ihr über die Bundesliga-Saison 2026 aus KTV-Sicht wissen müsst: Spielplan, Gegner, Ziele und die wichtigsten Personalien.
Saisonformat: Zwei Blöcke statt „gebaltem“ Spielplan
Im Gegensatz zur 2. Bundesliga ist die Saison in der Turn-Bundesliga in zwei Wettkampfblöcke geteilt:
Block 1 (März/April):
- 28. März: Siegerländer KV
- 11. April: SC Cottbus
- 18. April: TG Saar
- 25. April: TuS Vinnhorst
Block 2 (November):
- 07. November: TV Wetzgau
- 14. November: KTV Straubenhardt
- 21. November: StTV Singen
Trainer Ralf Schall sieht Vorteile in der Aufteilung:
„Man hat dann nicht alles so geballt aneinander… dann ist eine sehr große Pause, in der man sich wieder auf Lerntraining konzentrieren und dann wieder in die Wettkämpfe gehen kann.“
Schlüsselspiel und Ligaziel: Drinbleiben ist realistisch
Am Ende der Saison muss nur ein Team absteigen – und besonders der letzte Heimwettkampf gegen Mitaufsteiger StTV Singen könnte zum entscheidenden Faktor werden.
Ralf Schall ordnet den direkten Vergleich klar ein:
„Singen ist gleichwertig zu uns… Wir haben schon eine realistische Chance, in der Liga drinzubleiben.“
Auch schon der Auftakt bietet eine Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen: Auswärts gegen die Siegerländer KV, die sich 2025 nur knapp vor dem Abstieg rettete.
Gegen Topteams wie Rekord- und amtierenden Meister KTV Straubenhardt, Vizemeister TV Wetzgau oder SC Cottbus geht es dagegen vor allem darum, die Aufgabe anzunehmen – und Turnen auf höchstem Niveau zu erleben. Cottbus und Wetzgau gastieren dabei auf dem Asterstein, Straubenhardt ist auswärts.
Kader & Umfeld: „Erstligareife“ durch starke Verstärkungen
Ralf ist überzeugt, dass die KTV nicht nur mithalten kann, sondern auch sportlich bereit ist:
„…konnten wir uns so stark aufstellen, dass wir jetzt schon die Erstligareife haben.“
Neuzugänge von der Eintracht
Von Eintracht Frankfurt kamen Daniel Wörz und Niklas Neuhäusel.
Daniel über sein Ankommen im Team:
„Ich wurde super aufgenommen… Ich fühle mich jetzt schon total wohl.“
- Daniel fühlt sich besonders an Pauschenpferd, Barren, Reck wohl.
- Niklas sieht seine Stärke vor allem an den Ringen, findet aber auch den Mehrkampf reizvoll:
„Je mehr Geräte ich im Wettkampf turnen kann, desto cooler finde ich es…“
Italienische Verstärkung an den Ringen
Mit Niccolo Vannucchi kommt ein weiterer Ringe-Spezialist. Der Italiener wurde von Lorenzo Galli rekrutiert und soll u. a. an Ringen, Sprung und Boden unterstützen – wichtig auch für die Ausländerposition.
Rollen im Team: Mehr Tiefe, mehr Optionen
Durch die Neuen können sich die etablierten Kräfte stärker auf Geräte fokussieren.
Nikita Prohorov mit klarer Ansage:
„Am Pferd und Barren möchte ich auf jeden Fall nochmal aufstocken… und Punkte nach Hause bringen.“
Angelo Schall beschreibt die Tiefe im Team – und was das bedeutet:
„Am Pferd bin ich der vierte oder fünfte Mann… die hat, wenn sie voll ist, auf jeden Fall Erstliganiveau… als Ersatzmann muss ich fit sein, wenn ein oder zwei Leute ausfallen.“
Ausblick: Mehr als ein Sieg – und eine Saison zum Genießen
Ralf blickt optimistisch auf 2026:
„Wir sind noch stärker als im letzten Jahr, und ich glaube, dass wir mehr als einen Wettkampf gewinnen werden.“
Und unabhängig von Ergebnissen ist die Vorfreude riesig – Angelo bringt es auf den Punkt:
„Du weißt, dass du gegen die besten Leute aus Deutschland und teilweise der Welt turnst… das ist… das Höchste, was du erreichen kannst.“
In diesem Sinne: Lasset die Wettkämpfe beginnen.