Derby

… das gehört so.

Wenn es stimmt, das Gott die TSG und die SKV schuf, um die KTV zu prüfen, dann standen die Koblenzer beim Rheinland Pfalz Derby kurz davor, diese höchstinstanzliche Prüfung zumindest tsg-mäßig zu bestehen.

Ein Absteiger (es waren nur zwei) weniger und ein Pfirrmann mehr, und es hätte die Gefahr bestanden, dass das Schall Team die Nacht zum Tag macht und bis zum Verlust der Muttersprache feiert.

So blieb nur der Trost, den in rekordverdächtiger Anzahl (280) erschienen Zuschauern einen super Wettkampf geboten, und den Turnfreunde aus der Pfalz alles abverlangt zu haben.

29:35, 3:9 und 311,30:312,60 hieß es nach der letzten Übung aus Sicht des „Team vom (R )Eck, in einem Wettkampf der bis zum letzten Gerät spannend war und die Zuschauer begeisterte.

Die Rheinländer legten am Boden los wie die Feuerwehr und schockten die Pfälzer mit einer 9:3 Führung. Am Seitperd schien die Grünstadter Irritation anzuhalten, denn als Stefan Salzmann und Jan Damrau mit zwei blitzsauberen Übungen auf 12:3 erhöht hatten, stieg William Trood einmal ab und David Jäger fand sich zweimal regelwidrig sitzend auf dem Zittergerät der Turner wieder. Da sowohl Boudewijn der Fries als auch Angelo Schall einen Boxenstopp einlegen mussten ging das Gerät knapp mit 3:4 an die Gäste. Das war es dann aber auch schon mit Übungsunterbrechungen oder groben Fehlern. In der Folge boten beide Mannschaften Kunstturnen auf höchstem Zweitliganiveau.

Am Koblenzer Paradegerät, den Ringen, konnte Angelo Schall trotz eines tollen Vortrags den beruflich verhinderten Jochen Pfirrmann nicht ganz ersetzen, so dass dieser Durchgang mit einen 5:5 zur 17:12 Pausenführung für die Gastgeber endete. Nach dem Sprung war die Führung auf zwei Punkte zusammengeschmolzen und mit Yann Hasselbachs Barrenübung übernahmen die Gäste erstmals die Führung. So setzten sich die Turner von der Weinstraße am Barren und am Reck aufgrund ihrer höheren Ausgangswerte durch und gewannen die Begegnung letztendlich verdient mit 35:29.

Fazit: Beide Teams boten den Zuschauern einen klasse Wettkampf, zu dessen Gelingen das kompetent und zügig wertende Kampfgericht unter Leitung von OK Lutz Reiche einen entscheidenden Beitrag leistete. Die KTV bedankt sich bei den Grünstadter Turnfreunden für die tatkräftige Hilfe beim Abbauen der Geräte. Wir müssen weiterhin eingestehen, dass der Sieg im Sängerwettstreit nach dem gemeinsamen Abendessen ebenfalls in die Pfalz geht.

Koblenzer Niederlage also auf der ganzen Linie? Nö, … ein solcher Wettkampf kennt nur Sieger.

Die KTV freut sich schon jetzt auf den Wettkampf in der nächsten Saison. Dann wahrscheinlich wieder an der Asselheimer Straße.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.