Jan Damrau misst sich mit Hambüchen & Co
Teamwork : Jan Damrau (r.) analysiert den Videoclip seiner Seitpferdübung, den sein Trainingskamerad Angelo Schall (l.) aufgenommen hatte.

Jan Damrau misst sich mit Hambüchen & Co

Moselweißer Turner mit Handicap zur Deutschen Kunstturn-Meisterschaft

Am kommenden Samstag ermitteln die 24 besten deutschen Kunstturner in Stuttgart ihre Meister im Mehrkampf und an den sechs Einzelgeräten. Für die Nationalmannschaftsturner geht es dabei nicht nur um die prestigeträchtigen Titel, sondern auch um die Tickets für die Weltmeisterschaften in China.

Jan Damrau vom TV Moselweiß, der in der 2. Bundesliga für die KTV Koblenz an die Geräte geht, hatte sich bei den Verbandsmeisterschaften für diesen ersten Saisonhöhepunkt der Kunstturner qualifiziert.

Vor Jahresfrist hatte der 27-jährige den 18. Rang im Mehrkampf erreichen können. Um in diesem Jahr eine noch bessere Platzierung zu realisieren, war man eigens in die Trainingshalle der Uni Köln gereist, um an den dort zur Verfügung stehenden neuesten Wettkampfgeräten zu trainieren. „Das war unbedingt notwendig, weil diese Geräte auch bei der Meisterschaft zum Einsatz kommen. Insbesondere die Bodenfläche mit Stahlfedern, das Seitpferd und das Reck weisen völlig andere Charakteristika als die Geräte im Koblenzer Turnforum auf,“ berichtet Jan Damrau.

Beim Training auf der harten Bodenfläche in Köln zog sich der KTV Turner eine schmerzhafte Verletzung zu, die für drei Wochen ein geregeltes Training speziell am Boden, dem Sprung und bei den Abgängen unmöglich machte. Gleichwohl wirft der Moselweißer die Flinte nicht vorzeitig ins Korn: „Ich werde abwarten müssen, was am Samstag möglich ist. Notfalls werden einige Übungen modifiziert.“

Äußerste Vorsicht ist in jedem Fall geboten, da bereits fünf Wochen nach den nationalen Titelkämpfen der erste Wettkampftag der 2. Kunstturn- Bundesliga ansteht, an dem die KTV Koblenz den starken Aufsteiger Eintracht Frankfurt in der Conlog Arena empfängt. Ein verletzter Jan Damrau wäre so ziemlich das Schlimmste, was dem Koblenzer „Team vom (R )Eck“ passieren könnte.

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