„Net schlecht, Herr Specht.“

„Net schlecht, Herr Specht.“

befand ein Ur-Kowelenzer auf der Tribüne der CONLOG Arena, nachdem Ivo Hofmann als letzter Turner des Wettkampfs seine Reckübung mit einem Tsukahara in den sicheren Stand beendet hatte. Der am Zusammenfluss von Rhein und Mosel gebürtige Zuschauer meinte mit seinem Ausspruch sicherlich nicht nur den gelungenen Schlussvortrag des 20-jährigen Bad Emsers, sondern wohl den gesamten Auftritt des „Teams vom (R) Eck“ im ersten Ligawettkampf der Saison.

Angeführt von den beiden Sechskämpfern Glenn Smink und Jan Damrau, der die 80 Punkte Marke um gerade einmal 12 Hundertstel verpasste, erturnten die Schützlinge von KTV Coach Ralf Schall aufgrund einer sehr geringen Fehlerquote stattliche 310,60 Punkte und ließen dem tapfer kämpfenden Team der ersatzgeschwächten Frankfurter Eintracht mit 41:20 Scores letztendlich keine Chance.

Selbst als die Turner aus der Hessenmetropole nach der Pause den Sprung und den Barren gewannen und auch die erste Reckpaarung für sich entschieden und so insgesamt 10 Scores aufholten, verloren die Koblenzer nicht die Nerven, sondern holten sich genau diese Zähler mit den letzten drei Reckübungen wieder zurück.

Verglichen mit der Vorsaison haben sich die Rhein-Mosel Städter deutlich weiterentwickelt. Am Sprungtisch werden nun alle Übungen mit Schraube gezeigt. Jan Damrau, seit Jahren einer der besten Sechskämpfer in der 2. Bundesliga, hat nochmals eine Schippe draufgelegt. Die Youngster Ivo Hofmann und Angelo Schall haben sich zu ernstzunehmenden Zweitligaturnern gemausert, auch wenn Angelo mit seinem Abgang vom Reck haderte. Stefan Salzmann und Jochen Pfirrmann werden den Titel des Mr Zuverlässig im Laufe der Saison unter sich ausmachen.

Der Niederländer Glenn Smink ist mehr als nur Ersatz für seinen Landsmann Boudewijn de Vries. Ohne Show- und Stargehabe erreichte er 81 Punkte im Sechskampf und wurde mit 18 Punkten Topscorer des Tages. Und erst als er seinen Mannschaftskameraden beim Abbau ihrer Arbeitsgeräte geholfen hatte, machte er sich auf die Rückreise in die Heimat des leckeren Schoko- und Vanillevla.

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