TSG Grünstadt überrollt dezimierte KTV Koblenz

Rheinland-Pfalz Derby mit deutlichem Sieg  für die Pfälzer

 

Zwei völlig unterschiedliche Wettkampfhälften erlebten die zahlreichen Zuschauer im Zweitligawettkampf zwischen der TSG Grünstadt und der KTV Koblenz. Nach den ersten drei Geräten führten die Pfälzer bereits mit 35:3 Scorepunkten, bevor die arg dezimierten Mittelrheiner besser in die Partie fanden, den Sprung mit 8:3 gewannen, am Barren knapp mit 7:8 unterlagen, um am Reck wieder mit 4:3 die Nase vorn zu haben.

In den vier Bodenübungen und den ersten beiden Seitpferdübungen leisteten sich Koblenzer jeweils einen Sturz, so dass die TSG bereits mit 26:0 führte,  bevor der Russe Alexey Kozlov mit seiner Ringeübung die ersten beiden Punkte für die KTV einfahren konnte. Obwohl auch Angelo Schall in seinem Duell gegen Michel Gumbinger einen weiteren Zähler ergatterte, gingen die Ringe letztlich mit 9:3 Punkten an die Gastgeber.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Grünstädter nicht einen einzigen Fehler in ihren hochwertigen Darbietungen geleistet. Das sollte sich nach der Pause ändern. Während auf Koblenzer Seite lediglich noch eine verturnte Barrenübung des gesundheitlich angeschlagenen Dennis Guschtyn zu beklagen war, verloren die heimischen Turner den Faden: zwei Stürze am Sprung, zwei misslungene Barrenübungen und zwei mangelhafte Ausführungen am Reck bescherten den Schützlingen von KTV Coach Ralf Schall zwei Gerätesiege und führten zum angesichts der Koblenzer Personalmisere noch erträglichen 49:22 Endstand für die TSG.

Fazit: Die TSG gewann völlig verdient einen in freundschaftlicher Atmosphäre durchgeführten Wettkampf, der den Zuschauern trotz der fehlenden Spannung einiges an turnerischen Leckerbissen bot. Mit Edgar Boulet haben die Grünstädter einen Ausnahmeturner in ihren Reihen, an dem sie, Verletzungsfreiheit vorausgesetzt, wahrscheinlich noch viel Freude haben werden. Wenn es dem Team gelingt, die vor der Pause gezeigte Konstanz auf den gesamten Wettkampf auszudehnen, wird der Weg zum Staffelsieg nur über die Turner aus der Pfalz führen.

Bei der KTV erwiesen sich die beiden „Neulinge“ Alexey Kozlov und Vladimir Klimenko trotz anfänglicher Probleme am Boden als tragende Säulen des „Team vom ( R)Eck“. Es erwies sich einmal mehr, dass der Einsatz von angeschlagenen Turnern nur in Ausnahmefällen etwas bringt.  Acht Stürze sprechen hier eine deutliche Sprache. Bei einem um 13 Zähler niedrigeren Ausgangswert ist eine Mannschaft wie die TSG nicht zu gefährden. Als äußerst positiv bleibt zu vermerken, dass sich die Mannschaft auch in aussichtsloser Position nicht aufgab und nach der Pause noch vier Gerätepunkte und ein erträgliches Endergebnis erkämpfte.

Die KTV dankt den Turnfreunden aus der Pfalz für den fairen Wettkampf und freut sich auf ein Wiedersehen in der nächsten Saison. Es sei denn, die TSG steigt auf, dann würden wir auch mal ein Jahr oder zwei gerne auf das Rheinland-Pfalz Derby verzichten.

Josef Quadt   KTV Koblenz

Die Tabelle 2. Kunstturn- Bundesliga Staffel Nord

  1. Bundesliga Nord Männer
Verein WK GP Diff Pkt
1 TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau 1 12:0 +12 2:0
2 KTV Ries 1 8:4 +4 2:0
TSG Grünstadt 1 8:4 +4 2:0
KTG Heidelberg 1 8:4 +4 2:0
5 KTT Oberhausen 1 4:8 -4 0:2
TZ Bochum-Witten 1 4:8 -4 0:2
KTV Koblenz 1 4:8 -4 0:2
8 TuS Vinnhorst 1 0:12 -12 0:2

 

 

Josef Quadt
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